20.06.2019

Trainer ABC-Weiterbildung in Strausberg

Ein breites und abwechslungsreiches Programm bot sich den 29 Teilnehmern bei der Trainer-Weiterbildung am Wochenende in Strausberg. 
Die Trainer und Trainerinnen aus drei Landesverbänden, die im Schwerpunkt mit A- bzw. B-Lizenzen qualifiziert sind, erweiterten unter der Regie des BJV-Lehrreferenten Jan Schröder und durch weitere Referenten ihre Kenntnisse und frischten vieles auf.
Als besonderen Gast begrüßte Jan Schröder Wolfgang Dax-Romswinkel aus Nordrhein-Westfahlen. Er ist Diplom-Sportlehrer, trägt den 7. Dan und ist dreifacher Weltmeister in der Ju-no-Kata sowie ehemaliger Wettkämpfer und Leistungssportler.
Wolfgang Dax-Romswinkel gewann sein Publikum mit einer sehr abwechslungsreichen und methodisch faszinierenden Darbietung der Lehrinhalte in Verbindung von theoretischen Bezügen und einer interessanten praxisrelevanten Umsetzung.
Der NWJV-Judoka brachte die Trainerschaft zunächst mit abwechslungsreichen Übungen ins Schwitzen, ehe er sich dann den gezielten Fragen wie Schulung von Körperhaltung und judospezifischen Bewegungsformen in Tachi-waza und Ne-waza zuwandte.
An ausgewählten Beispielen bearbeitete er Themen wie „Biotechnik der Nage-waza - klassische und moderne Modelle und ihre Relevanz für das Techniktraining“ und „Innen- und Außenwahrnehmung von Bewegungen als didaktische Herausforderung“.
Weiterhin übten die Teilnehmer des Lehrgangs an Techniken wie Tomoe-Nage und Soto-maki-Komi in beeindruckender Form praxisrelevant - Natur und Natürlichkeit im Judo.
 
Bei einem seiner ersten Referenteneinsätze in den neuen Bundesländern und außerhalb von Einsätzen zum Thema Kata auch über von Nordrhein Westfahlen hinaus, zeigte sich der Referent Dax-Romswinkel angetan von der Mitarbeit der Lehrgangsteilnehmer und bekam seinerseits viel Lob und Zuspruch für die praxisnahe Umsetzung der Themenschwerpunkte.
Im praktischen Üben erarbeiteten sich die Teilnehmer selbst die wesentlichen Punkte für die Ausbildung im Training. Somit nahmen alle viele tolle Anregungen für das Heimtraining mit.
Im Vorabend-Programm hatten die Lehrgangsteilnehmer dann verschiedene Wahlmöglichkeiten. Daniel Klenner lieferte Anregungen zur Umsetzung des Selbstverteidigungs-Programmes des DJB. Wolfgang Dax-Romswinkel (Kime-no-kata) und Martin Reißmann, Mathias und Michael Zapf (Nage-no-kata) stellten ihr Wissen und Können in den Dienst der Kata-Interessierten. Diese Angebote nutzen die Kata-Paare Keil/Posselt und Zapf/Zapf auch gleich noch einmal für ihre Vorbereitung auf die Deutsche Kata-Meisterschaft in Erlangen und weitere Einsätze. Außerdem fand das Beach-Volleyball-Angebot in der Abendsonne zur Stärkung der Fußmuskulatur und zur Vermeidung muskulärer Dysbalancen unter Leitung von Jan Schröder großen Zuspruch.
Schon am Freitagabend gab es zum Thema „Säuren-Basen-Gleichgewicht interessante Informationen. Dies wird für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Sport oft unterschätzt.
Der Blickwinkel Gesundheit stand dann auch am Sonntag mit dem Thema Sling- und Pilates- Training erneut auf dem Programm und brachte die Teilnehmer noch einmal gut ins Schwitzen. Einen regen Gedankenaustausch zwischen den Trainern aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern machte zudem die gesellige Runde beim Grillen am Samstagabend möglich. Gemeinsam mit BJV-Präsident Daniel Keller und BJV-Vizepräsident Jan Schröder gab es eine Gesprächsrunde mit Fragen zu aktuellen sportlichen und sport-politischen Entwicklungen und Präsident Daniel Keller beantwortet Fragen der Trainer und ermöglichte den Gedankenaustausch.
Am Sonntagmorgen informierte der Referent und Bundes-Kampfrichter Daniel Klenner über die aktuellen Wettkampf-Regeln der IJF und warb für „Fairständnis“ zwischen Kampfrichtern, Trainern, Sportlern und allen anderen Wettkampf-Beteiligten. 
„Ich bin sehr erfreut von der hohen Disziplin und der Einsatzbereitschaft der Lehrgangsteilnehmer“, zog Jan Schröder eine positive Bilanz. „Vor allem hat mich beeindruckt, dass von Beginn an alle rege mitgearbeitet haben und die Lehrgangsteilnehmer ohne langen Anlauf in einen konstruktiven Informations- und Meinungsaustausch eingestiegen sind“. Dieser Einschätzung schloss sich auch Wolfgang Dax Romswinkel mit zustimmenden Worten an.
Auch die Teilnehmer zeigten sich zufrieden und es gab für die Referenten viel Zuspruch und Beifall.
 Dabei stützte sich Jan Schröder einmal mehr auf ein bewährtes Team. „Die gute Zusammenarbeit mit Martin Reißmann und den verschiedenen Referenten hat wieder Spaß gemacht und eine gut organisierte, inhaltsreiche Weiterbildungsmaßnahme ermöglicht“, fand der BJV-Vizepräsident Lehrwesen lobende Worte für das gesamte Team.
 
Martin Reißmann 

Achtung

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