02.12.2018

Prüferhauptversammlung tagt in Strausberg

BJV-Prüfungsreferent Martin Reißmann begrüßte bei der gestrigen Prüferhauptversammlung 79 Prüfer des BJV. Wie in jedem Jahr berichtete zunächst der BJV-Präsident dem Gremium hochrangiger Dan-Träger über die aktuellen Entwicklungen im Verband. 
Daniel Keller blickte auf ein sportlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Außerdem erläuterte der BJV-Präsident den Umgang mit den Ergebnissen der im vergangenen Jahr vorgenommenen Evaluierung. Schließlich informierte er über den aktuellen Stand bezüglich der Anerkennung des Bundesstützpunktes Judo in Brandenburg (siehe Bericht des Präsidenten zur aktuellen Entwicklung des BJV).

Unter dem Applaus aller Anwesenden beglückwünschte Daniel Keller den Ehrenpräsidenten des BJV, Hubert Sturm. Nach mehrjähriger Ehrenmitgliedschaft im Deutschen Judo-Bund wurde der Träger des 9. Dan-Grades nun auch in den Ehrenrat des nationalen Verbandes berufen. „Zu Recht und endlich gehörst Du nun diesem Gremium an“, gratulierte Keller dem BJV-Ehrenpräsidenten, „wir freuen uns, Dich in unserer Mitte zu wissen.“

Im Anschluss ergriff der Vizepräsident Aus-, Fort- und Weiterbildung, Jan Schröder, das Wort. Er informierte in erster Linie über seine Bestrebungen, eine Überarbeitung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung auf den Weg zu bringen. „Ich halte einige Techniken des derzeitigen Programms für nicht mehr zeitgemäß, manche Techniken sind sogar im Wettkampf verboten. Hier bedarf es dringend einer Überarbeitung“, machte Schröder seinen Standpunkt klar. Schröders Initiative, auf nationaler Ebene in eine ergebnisoffene Diskussion zu treten und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung zu evaluieren, wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung des DJB bereits mehrheitlich befürwortet.

Für Prüfungsreferent Martin Reißmann hieß es schließlich, den Zeitplan nach den umfangreichen Ausführungen in erster Linie des Präsidenten zu retten. Mit einem kurzen Bericht über die positive Entwicklung im Bereich des Prüfungswesens stellte er souverän die zeitliche Ordnung wieder her. „Wir haben derzeit 130 Prüfer in unserem Verband. Nur bei sechs von ihnen ruht die Lizenz im kommenden Jahr“, verweist Reißmann auf einen ähnlich guten Stand wie im Vorjahr. Besonders freute den Prüfungsreferenten, dass sich 79 Prüfer an der Weiterbildungsmaßnahme beteiligten und sieben weitere Prüfer bereits andere Weiterbildungsmaßnahmen zur Lizenzverlängerung genutzt hatten. „Wenngleich die Pflicht zur Weiterbildung für Prüfer nur in jedem zweiten Jahr besteht, haben sich 2018 immerhin 65 % aller Prüfer einer Weiterbildung unterzogen“, zeigte sich Martin Reißmann zufrieden. Er berichtete über erfolgreiche Aus- und Weiterbildung im Bereich des Prüfungswesens. Zudem informierte er darüber, dass im Berichtszeitraum 50 Dan-Prüfungen erfolgten sowie 2.900 Kyu-Prüfungen. Auch dankte der Prüfungsreferent seinen Kollegen in den Kreisunionen, denen er eine sehr qualifizierte Arbeit attestierte.

Der würdige Rahmen der Prüferhauptversammlung wurde aber auch genutzt, um weitere Ehrungen durch den Landesverband vorzunehmen (siehe Bericht über Ehrungen).

Als Gast-Referenten für die diesjährige Weiterbildung konnte der BJV einmal mehr Ulrich Klocke (8. Dan) gewinnen. Der Diplomsportlehrer und Autor vieler Judo-Publikationen und Bücher widmete sich dem Thema „Hikite und Tsurite“. „Hiki heißt ziehen und tsuri heißt angeln“, erklärte Klocke die selbst in Fachkreisen nicht allzu geläufigen Begriffe (allgemein bekannt unter Zug- und Hubarm), ehe er die Ergebnisse einer Technikstudie zur Kumi-kata vermittelte. 

„Ich kann Euch dazu 50 Jahre Judo-Erfahrung und meine Erfahrungen der letzten sechs Wochen bieten“, versprach der Gast-Dozent. Er hatte in den vergangenen Wochen das Training in seinem Verein auf diese Thematik ausgerichtet und konnte den Lehrgangsteilnehmern wertvolle Anregungen in Theorie und Praxis geben. Die zeigten sich in der Feedback-Runde dann auch nicht zuletzt von der Lockerheit angetan, mit der Ulrich Klocke das Thema in jeder Hinsicht präsentierte.

Prüfungsreferent Martin Reißmann zog am Ende der Prüfer-Weiterbildung ein positives Fazit: „Es war wiederum eine gelungene Veranstaltung. Großer Dank gebührt meinen Unterstützern: Daniel Klenner kümmerte sich um den Flughafen-Transfer für den Gastreferenten. Auch auf meine Kollegen Jan Schröder, Marco Beischmidt, Matthias Störzner sowie die Gebrüder Zapf vom JC Kyoko Jänschwalde war wieder einmal Verlass.“

Nicht nur bei dieser Veranstaltung war der KSC Strausberg ein hervorragender Gastgeber. Bei vielen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Jahresverlauf schaffte das Team vom KSC die Rahmenbedingungen. Daher wurde stellvertretend für alle fleißigen Helfer aus Strausberg Mirco Wockatz mit einem kleinen Präsent Dank gesagt. 

Achtung

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