02.12.2018

Neue Wettkämpferinnen in Berlin

Jedes Jahr findet Ende November in Berlin das Luftfahrt Masters statt. Es ist in Deutschland eines der größten und beliebtesten Turniere für „Junggebliebene“ und Veteranen. Auch viele Brandenburger nahmen daran teil.
Es tummeln sich viele Medaillengewinner der Veteranen-Europa- und Weltmeisterschaften auf den Berliner Matten und freuen sich auf spannende Kämpfe. Aber auch Neulinge und Wiederkehrer finden hier Spaß am Kämpfen. Immerhin 234 Sportler nahmen aus 19 Ländern teil. Neben den starken Österreichern gab es auch Judoka aus Spanien, Indien und Afghanistan.

Aus unserem Bundesland waren acht Vereine dabei. Neben den erfahrenen Kämpfern, wie Juliane Gleboczyk, Sigmar Klamann (Prenzlauer JV), Niclas und Lucas Zwank, Michael und Jacques Traus (JC Bad Belzig) oder Anke Heidrich (Hennigsdorfer JV) gab es auch zwei Sportler, die ihre Erfahrungen aus der Jugend wieder auffrischen wollten.

Da ist zum einen Franzi Walther (Mitte), die seit 1995 den Judosport beim Hennigsdorfer JV betreibt und sich dort auch ehrenamtlich als Trainerin für die Kinder und Jugendlichen engagiert. Mit einem Lächeln erzählte die Prüfingenieurin „In der U13 war ich mal Kreisunionsmeister.“ Und doch wollte sie sich nun nach zehn Jahren Abstinenz wieder auf die Wettkampfmatte wagen. Motiviert wurde sie dabei von ihren Vereinskameradinnen Anke Heidrich und Katja Jank für die sie in den letzten Jahren immer als Trainingspartnerin in der Vorbereitung auf die Europa- und Weltmeisterschaften der Veteranen zur Verfügung stand.

Die zweite im Bunde ist Anja Zwank vom JC Bad Belzig. Ihre wahre Leidenschaft ist eigentlich das Laufen, sie nahm in diesem Jahr sogar am Berlin-Marathon teil. Zum Judo kam sie 1993 durch ihren Vater. Sie engagiert sich auch für den Verein, sei es beim Listenschreiben bei den Wettkämpfen oder als Betreuerin und Trainerin. Der Grund hierfür ist ganz einfach: sowohl ihr Mann Christian als auch ihre drei Kinder machen leidenschaftlich gern Judo. Der ältere Lucas trainiert zur Zeit an der Sportschule in Potsdam, wo er mit dem UJKC Deutscher Jugendpokalmeister wurde. Doch im letzten Jahr wollte Anja Zwank auch den Wettkampfsport ausprobieren und freute sich beim Heimwettkampf in Bad Belzig über den zweiten Platz.
 
Beide Frauen starten in der Ü30 bis 70 kg - mit sieben Startern die vollste Gewichtsklasse. Das Losglück sorgte dafür, dass beide gegeneinander kämpfen mussten. Nach einigen Angriffen auf beiden Seiten entschied Anja Zwank das Duell mit einer Festhalte für sich. Damit endete der Wettkampf für beide mit Platz 5 und 7.
 
Das Fazit am Ende des Wettkampfes von Franzi Walther: „Ein gutes Niveau und da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ein bisschen mehr Kraft, Ausdauer und Technik wären nicht schlecht. Auch die Regelveränderungen sind noch etwas gewöhnungsbedürftig. Für meine nicht mehr erlaubte Spezialtechnik Te-guruma fehlt mir noch eine Alternative."
 
Spaß hat es beiden gemacht und Sie freuen sich auf das nächste Turnier.
Hier alle Ergebnisse im Überblick:
1. Plätze
Emma Hammer - TSV Empor Dahme (offene Klasse -57 kg)
Jessie Woitas - Prenzlauer Judosportverein (offene Klasse -70 kg)
Anke Heidrich - Hennigsdorfer JV (Ü45 -63 kg)
Larius Naruhn - JC Bad Belzig 93 (U18 -60 kg)
Lucas Zank - JC Bad Belzig 93 (U18 -90 kg)
Sebastian Hesse - JSV Bernau (Ü30 und offene Klasse +100 kg)
Michael Traus - JC Bad Belzig 93 (Ü60 -60 kg)
Sigmar Klamann - Prenzlauer Judosportverein (Ü60 -81 kg)
Berthold Kammin - TSV Chemie Premnitz (Ü60 +100 kg)Plätze 

2. Plätze
Emma Hammer - TSV Empor Dahme (U18 -57 kg)
Niclas Zwank - JC Bad Belzig 93 (U18 -73 kg)
Ronny Maerker - JC Eberswalde (Ü40 -66 kg)
Michael Traus - JC Bad Belzig 93 (Ü50 -60 kg)

3. Plätze
Katja Jank - Hennigsdorfer JV (Ü30 -70 kg)
Juliane Gleboczyk - Prenzlauer Judosportverein (Ü30 -70 kg)
Guido Baar - SV Motor Babelsberg (Ü40 -73 kg)
Enrico Hiller - Prenzlauer Jodosportverein (Ü40 -100 kg)
Silvio Pieles -TSV Chemie Premnitz (Ü50 100 kg)

5. Platz
Anja Zwank - JC Bad Belzig 93 (Ü30 -70 kg)

7. Platz
Franzi Walther - Hennigsdorfer JV (Ü30 -70 kg)

Sebstian Hesse

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion