10.11.2021

Michael und Mathias Zapf gewinnen Kata-Bronze

In der Nage no Kata der Deutschen Kata-Meisterschaften gewinnen die Brüder Michael und Mathias Zapf die Bronzemedaille. Unser Jugendpaar Jonas Drabow und Benny Unger verfehlten mit Platz 5 ganz knapp das Finale.
Es war ein langer und holpriger Weg, der am Ende zu einer recht erfolgreichen Meisterschaft führte.

Drei der vier Teilnehmer des BJV an den Deutschen Kata-Meisterschaften im hessischen Elz mussten bedingt durch Corona und die Shutdown-Phasen dreimal Anlauf nehmen, um dann am am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Kata-Meisterschaften (DKM) antreten zu können.
 
Hinzu kam viel Verletzungspech. So konnte Mathias Zapf zur Demonstration bei der Synchron-Kata des Teams vom JC Kyoko Jänschwalde bei der Festveranstaltung 30 Jahre BJV im August wegen einer Knieverletzung noch nicht auf die Matte. Auch beim U18-Team musste das Kata-Paar verletzungsbeding völlig umgestellt werden, da der Tori zur DKM ausfiel. Die Lösung ergab sich hier in Benny Unger, der bereits im August zum BJV-Jubiläum bei der Synchron-Kata als „Ersatz“ mit auf die Matte musste. Für Jonas Drabow bedeutete dies jedoch, von Uke auf Tori zu wechseln. Auch Jonas kämpfte in der abschließenden Vorbereitung zu allem Pech noch mit einer Verletzung.
 
Am Ende konnte der BJV aber doch Dank eines engagierten Teams des Landesverbandes zwei gut vorbereitete Kata-Paare zur DKM in Elz melden. Die lange Fahrt nach Limburg an der Lahn am Freitag vorher begann dann auch gleich mit einem Jubiläum. Fahrer und Betreuer Matthias Störzner hatte Geburtstag. Das trug natürlich auch noch etwas zur guten Stimmung im Kata-Team bei.

Am Samstag schlug dann die „Stunde der Wahrheit“. Auch für die international und national erfahrenen Teilnehmer im Wettbewerb Nage-no-kata, die Brüder Michael und Mathias Zapf, war der erste Start bei einer Deutschen Meisterschaft nach fast zwei Jahren Pause dann doch eine besondere Herausforderung. Beide meisterten sie jedoch mit einem Platz 3 in der Vorrunde und am Ende mit dem Bronzeplatz im Finale sehr erfolgreich. Dabei war zu erkennen, dass sich Beide im Finale deutlich sicherer und stärker präsentierten und mit 387 Punkten fast zehn Punkte mehr als in der Vorrunde erhielten.  
 
In einem zwar im Vergleich zu den Vorjahren kleineren aber dennoch sehr starken Teilnehmerfeld mussten die Brüder nur den langjährigen Deutschen Meistern Yusuf Arslan/Sergio Sessini aus NRW und den sich stark präsentierende Brüdern Immo und Hendrik Schmidt aus Hessen den Vortritt lassen. Das sind Teams, mit denen sie auch schon gemeinsam den DJB bei internationalen Meisterschafen vertraten.
 
Foto: Boris Teofanovic
Für unser U18 Kata-Paar in Nage-no-kata, Jonas Drabow und Benny Unger waren es die ersten Deutschen Kata-Meisterschaften, bei der sich die Beiden auch unter Berücksichtigung der Vorgeschichte in der Vorbereitung sehr achtbar schlugen. Es gelang ihnen bei ihrer Demonstration in der Vorrunde, in der sie als letztes Kata-Team des Wettbewerbs auf die Matte mussten, eine gute Leistung. Durch die Wertungsrichter wurde die Übung mit 372,5 Punkten bewertet. Das war Platz 5 und es fehlten am Ende 3,5 Punkte zum viertplatzierten Kata-Paar Kitagawa/Balser (MV) und somit zum Einzug in die Finalrunde der ersten vier Teams. Als Beobachter des Wettbewerbs kann man durchaus die Position vertreten, dass die von unseren Judoka gezeigte Leistung auch eine Teilnahme im Finale gerechtfertigt hätte. „Grundsätzlich muss man unserem U18-Team Jonas Drabow und Benny Unger zu dieser Premiere bei der DKM und der unter komplizierten Bedingungen gezeigten Leistung großen Respekt zollen und herzlich gratulieren“, sagt ihr Trainer Martin Reißmann. 
„Insgesamt können wir mit den Leistungen unsere Teilnehmer und dem Teamgeist in unserer BJV-Abordnung nach einer langen Meisterschaftspause sehr zufrieden sein“, resümiert er nach dem Wochenende.
Alle Ergebnisse der DKM
Text und alle weiteren Fotos: Martin Reißmann

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion