10.03.2019

Hinter die DEM-Kulissen geschaut

Zum achten Mal in Folge richtete der Brandenburgische Judo-Verband die Deutschen Meisterschaften der Junioren in Frankfurt (Oder) aus. Hervorragende Rahmenbedingungen bietet nicht nur die dortige Brandenburg-Halle, sondern vor allem ein großes Team fleißiger Helfer. 
Frühaufsteher Mirco Wockatz war schon dabei, als 2003 erstmalig die Deutschen Meisterschaften der U20 in der Oderstadt ausgetragen wurden. Um 6.00 Uhr morgens lässt er seinen kritischen Blick durch die Wettkampf-Halle schweifen. Worauf es ankommt, weiß er genau. Schließlich gehörte er bei allen nationalen Titelkämpfen zum Organisationsteam. Auf die Frage, welche Arbeiten er dabei noch nicht übernommen hat, antwortet der Strausberger mit einem Lächeln. Da fällt ihm wohl nichts ein… 

Viele Jahre gehörte der Träger des 5. Dan zum Team der Hallensprecher. Das machen inzwischen andere. Seine Strausberger Judokollegen Robert Fernau, Tim Paulat und Alexander Schmotz sind an diesem Wochenende die Stimmen in der Brandenburg-Halle. Raik Brauner und Oliver Reichel stehen als Vertretung in den Startlöchern.

Mirco Wockatz verstärkt derweil vor allem das Küchenteam. Seine Mitstreiter aus Strausberg, Marion Flöter und Thomas Schoch, reichen ungezählte Kaffeebecher freundlich über die Theke. Neffe Philipp steht am Grill seinen Mann. Seit etwa fünf Jahren versorgt das Strausberger Team, zu dem für gewöhnlich auch Katja Schoch und Peter Flöter gehören, die Gäste mit Essen und Trinken.

Gern beim Brötchenschmieren behilflich sind Angela und Thomas Angerstein. Die beiden Babelsberger ließen sich 2003 von BJV-Schatzmeisterin Margot Belger für das BJV-Team werben. Seither sind sie immer in Frankfurt (Oder) am Start. Freitagabend reisen sie an, am Sonntagabend geht es zurück von der Oder an die Havel. Die „Angersteine“ sorgen dafür, dass Kampfrichter und Funktionäre in ihren knapp bemessenen Pausen gut versorgt sind. Wer keine Zeit hat, in den Katakomben kurz zu verschnaufen, dem bringen die beiden auch Kaffee und einen kleinen Imbiss in die Wettkampfhalle. „Du musst schon ein bisschen bescheuert sein, Dein Wochenende auf diese Weise zu verbringen“, schmunzelt Thomas Angerstein, „aber wir treffen hier immer so viele nette Leute, dass wir jedes Jahr gern wiederkommen.“

Nicht nur die Ernährung ist ein zentrales Thema im Judosport. Auch ohne Technik geht beim Judo nichts. Unscheinbar und unaufgeregt sitzt Stefan Fischer seit 2004 bei jeder Deutschen Meisterschaft in der Brandenburg-Halle. Er hat die Wettkampf-Software entwickelt und betreut sie seither. Von der Akkreditierung bis zur statistischen Auswertung auf www.german-judo.de ist er als Computerfachmann gefordert. Auch die elektronischen Anzeigetafeln sind mit dem System gekoppelt. „Mein Privatleben richte ich nach dem Wettkampfkalender aus“, sagt der Judotrainer aus Falkensee, „an diesem Wochenende sind meine Frau und die Kinder im Winter-Kurzurlaub, aber wenn sie zu Hause sind, schaue ich manchmal übers Internet bei ihnen vorbei.“ Natürlich ist die ganze Familie mit dem Judosport verbunden und der Familienvater hofft, dass seine Sprösslinge, die seit drei Monaten den Judoanfängerkurs besuchen, sich genauso für den Judosport begeistern können wie ihre Eltern.

Erstmalig unterstützt Knut Radowsky das DEM-Organisations-Team. Wie beim Deutschen Jugendpokal sorgt er für die Übertragung der Kämpfe im Internet. Als technischer Leiter im Potsdamer Nikolaisaal hat Knut Radowsky beruflich viel mit Live-Streaming zu tun. „Ich denke, dass nicht nur die ganz großen Judo-Highlights, wie der Grand-Slam auf den Bildschirm gehören, sondern auch Nachwuchs-Wettkämpfe und die Bundesliga“, sagt der Potsdamer, „dazu will ich meinen Beitrag in Brandenburg leisten.“ Er sitzt zwischen sechs Bildschirmen, hat drei Kameras und Mikrofone in der Halle aufgebaut. Mit einem Joystick kann er die Kameras steuern. Am Montag wird Sportdeutschland.tv ihm die Anzahl der Zugriffe übermitteln. „Beim Deutschen Jugendpokal waren es über 2000 Klicks, in der Bundesliga haben wir im Schnitt 500 Zugriffe“, sieht sich der Streaming-Experte in seinem Engagement bestätigt.

Die Liste wäre noch länger, wollte man alle Helfer aufzählen. Viele Kampfrichter, Sportschüler, Mitglieder des JC 90 Frankfurt (Oder), die medizinische Abteilung um Herrn Biedermann und jede Menge anderer „Heinzelmännchen“ sorgen dafür, dass Sportler und Gäste einen angenehmen Aufenthalt in der Brandenburg- Halle genießen können. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die auch in diesem Jahr wieder mit angepackt haben, um einen reibungslosen Ablauf der Deutschen Meisterschaften zu garantieren“, weiß der BJV-Präsident Daniel Keller die Arbeit des gesamten BJV-Teams zu schätzen.

Achtung

  • Vom 3. bis 19. Mai werden keine Bestellungen bearbeitet. Die Pässe werden jedoch freigeschaltet.
  • Aktuelle Informationen zu den Meisterschaften der U11 und U13

Positionspapier des DOSB zur Inklusion