17.10.2018

Erfolgreiche Trainer C-Weiterbildung

Der Lehrgang zur Weiterbildung und Verlängerung der Trainer C-Lizenzen brach fast alle Rekorde. Fast 60 Judoka aus Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt nutzten diesen Lehrgang nicht nur zur Lizenzverlängerung, sondern auch, um den sportlichen Horizont zu erweitern.
Insgesamt nahmen 41 Männer und 17 Frauen im Alter von 22 bis 65 Jahren und mit Graduierungen vom 1. Kyu bis 5. Dan an der Weiterbildung teil. Bereits am Freitagabend begann der Lehrgang mit dem Thema „Beweglichkeit im Judo“.


Im Lehrgang standen am Samstag hingegen die Themen Handlungskomplex und die Grundkampfkonzeption des DJB in Theorie und Praxis auf dem Programm. Prüfungsreferent Martin Reißmann verdeutlichte an gemeinsam geübten Beispielen und Sequenzen im Stand und Boden bis hin zu kleinen Handlungsketten die Anforderungen und Bedeutung der Grundkampfkonzeption im Stand und Boden für die weitere Entwicklung erfolgreicher Judoka. Weiterführend wurden danach in kleineren Arbeitsgruppen Beispiele für Handlungskomplexe erarbeitet und unter Anleitung der Referenten Jan Schröder, Martin Reißmann, Mirco Wockatz, Daniel Klenner und Mathias Zapf ausgewertet und diskutiert. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurde dieses Thema durchgängig in Gruppen mit je zwei Referenten behandelt und präsentiert.
Neben den Ausbildungsinhalten gab es weitere Highlights im Lehrgang.
Zum einen legten Jens Schwarzer vom BV Lauchhammer und Benjamin Runow vom JSV Bernau die Prüfungen zum Trainer B Leistungssport ab. 
Zum anderen wurde Lothar Mudrack von der TSG Lübbenau mit der Ehrenurkunde des BJV ausgezeichnet. 
Darüber hinaus legte Thomas Wendt vom SV Motor Babelsberg die Prüfung zum 3. Dan ab.
Für alles gibt es weitere Informationen in Extra-Artikeln.
Die Dan-Prüfung war jedoch Bestandteil der Ausbildung der Teilnehmer. Insbesondere die Demonstration der Anwendungsaufgaben und des Prüfungsfachs Bodentechnik waren eine interessante und anregende Weiterführung der zuvor im Lehrgang behandelten Themen. Auch die Zusammenhänge zum Thema Bodentechnik einschließlich Verkettungen bis hin zu einem Handlungskomplex (bzw. -kette) waren ebenso lehrreich wie Beispiele bei der Demonstration und Erläuterung von Eröffnungs- und Fassartstrategien, Auslageverhalten und Handlungsketten im Bereich Anwendungsaufgabe Stand. 
Für die Lehrgangsteilnehmer ging es gleich nach der Dan-Prüfung weiter mit einer knackigen Erwärmung von Jan Schröder. Hierbei stand besonders die Körpermitte, die sogenannte „Core-Muskulatur und Pilates für ein stabileres Rumpfverhalten“ im Fokus. Mit gewohnt viel Spaß bei solchen Themen, brachte er die die Bauchmuskeln der Teilnehmer zum Glühen. 
Gut erwärmt ging es dann in die Arbeitsgruppen-Arbeit. Das vielfältige Angebot reichte vom Thema Nage-no-kata mit Martin Reißmann und dem viertplatzierten Kata-Paar der letzten Deutschen Kata-Meisterschaft Michael und Mathias Zapf über das Thema Kime-no-kata mit Matthias Störzner oder Selbstverteidigung mit Daniel Klenner und Bodentechnik mit Jan Schröder. 
Viele stellten fest, dass die anderen Facetten des Judo, außerhalb vom „Wettkampftraining“, auch ihre Berechtigung haben und anstrengend sein können. 
Im Lehrgang standen dann auch noch Themen wie „Gewichtmachen, gesunde Ernährung und Fitness“ auf dem Plan, das Jan Schröder unterhaltsam und mit Augenzwinkern nahe brachte. 
Aber auch Themen der Sportpolitik und das Praxisangebot „Pro und Contra der Beweglichkeit auf der Matte“ und vor allem das Thema Fairständnis fanden regen Zuspruch. Zu letzterem informierte BJV-Kampfrichterreferent Holger Lehmann über die aktuellen Wettkampfregeln und diskutierte mit den Teilnehmern über den achtungsvollen Umgang zwischen Trainern und Kampfrichtern auf der Matte. 
Ein großes Dankeschön ging  am Ende des Lehrgangs an die Referenten und an Mirco Wockatz, Michael und Mathias Zapf für die hohe Einsatzbereitschaft bei der organisatorischen Absicherung der Veranstaltung im Zusammenwirken mit Martin Reißmann. 
Daniel Klenner & Martin Reißmann (Fotos M. Reißmann) 

Achtung

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