12.03.2017

EJU-Kata-Turnier in Pordenone/Italien

Lukas Stenzel und Michael Zapf nahmen am EJU-Kata-Turnier in der Nage-no-Kata teil. Sie erreichten mit denkbar knappen Abstand zum Medaillenrang Platz 4.

Das Turnier in Pordenone nahe Venedig, an dem Judoka aus zehn nationalen Verbänden teilnahmen, ist das erste EJU-Kata-Turnier für unsere beiden Kata-Sportler. Erstmals traten sie international im Wettbewerb mit der vollständigen Nage-no-Kata an. 
In der Vorrunde kam unser Kata-Paar unter sieben Teams mit 386 Punkten auf einen beachtlichen Platz 3 und hatten sich damit fürs Finale der besten Vier qualifiziert. 
Dort siegte das Team Collin/Rondini, die im vergangenen Jahr bei den Kata-Europameisterschaften eine Bronzemedaille erkämpfen konnten, mit 410 Punkten. Gleich danach folgten zwei weitere italienische Paare, davon ein Paar mit EM-Erfahrung, beide mit Punktgleichstand von 397 Punkten. Nur drei Wertungspunkte dahinter belegten unsere beiden Kata-Sportler in diesem Finale Platz 4 mit 394 Punkten. 
„Die beiden haben zwei sehr ansprechende Kata-Vorführungen gezeigt“, berichtet Martin Reißmann als Heimtrainer der Beiden. Für ihn ist es sehr erfreulich, mit welcher Ernsthaftigkeit sie in die Vorbereitung eines solchen Events gehen, „Beide ergänzen sich gut und haben eine sehr gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig stellten sie unter Beweis, dass Ihre Nominierung zur Europameisterschaft im Wettbewerb Nage-no-Kata – Gruppe 1 (bis 35 Jahre) zu Recht erfolgte.“
Martin Reißmann ist zwar etwas traurig, dass seine Schützlinge letztendlich nur Vierte wurden, „aber es ist ein schöner Erfolg und wir können alle sehr stolz sein.“

Von den deutschen Startern waren insgesamt drei Paare in den Finalentscheidungen vertreten. Die Welt- und Europameister Dax-Romswinkel/Loosen siegten in der Jun-no-Kata , das Berliner Paar Machulik/Niethner gewann Bronze in der Kodokan-goshin-jutsu.

In der nächsten Woche fährt das Team unseres Landesverbandes nach Oldenburg zum Bundesoffenen Kata-Lehrgang um sich weiter auf die Europameisterschaften Anfang Mai vorzubereiten. Der Beauftragte für Athletenbetreuung in der DJB-Kata-Kommission, Sebastian Frey, hat dort als Referent schon konkrete Aufgaben für die Beiden, um die Vorbereitung weiter optimal zu gestalten. Anfang April geht es dann noch zum offiziellen EM-Vorbereitungslehrgang nach Geilenkirchen bei Aachen.

„Micha und Lukas hatten sehr gute Nerven und ich bin sehr zufrieden mit ihrem Auftritt“, ergänzt Martin Reißmann. Gleich ergänzt er aber kritisch, „obwohl es immer Sachen gibt, die noch verbesserungswürdig sind.“ Das deutsche Team ist gut zusammengewachsen und sicher werden sich die Athleten gegenseitig voranbringen. 

Achtung

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