14.11.2021

Potsdam gewinnt Mannschafts-Bronze

 Der UJKC Potsdam kämpfte das Halbfinale gegen den KSC Esslingen und musste sich mit 6:8 beugen. Damit gewinnen sie Mannschafts-Bronze.
Es war ein spannendes Halbfinale zwischen Esslingen und Potsdam. 
Zunächst war es in den ersten vier Kämpfen ausgeglichen. Beim Stand von 2:2 war noch alles offen. Auch als der fünfte Kampf mit einem Punkt für Esslingen endete, gab es noch gute Hoffnungen auf weitere Siege. Besonders war aber der sechste Kampf zwischen Dimitri Peters und Marvin Belz das Zünglein an der Waage. Marvin Belz führte bereits nach 45 Sekunden mit Waza-ari, ließ sich jedoch in der letzten Kampfminute auf einen Bodenkampf ein. Dimitri Peters als Bodenspezialist ließ allerdings nichts anbrennen und siegte nach 3:15 min mit einer Hebeltechnik. Damit stand es bereits 4:2 für Esslingen und es war klar, dass es nun schwer werden würde. Der Potsdamer 60-Kilo-Mann Muhammad Akkash verkürzte noch auf 4:3 für Esslingen. 

Varlam Liparteliani gegen Lukas Zwank
Auch in der Rückrunde war es wieder ausgeglichen. Nachdem jedoch Varlam Liparteliani für Esslingen den siebten Punkt erkämpfte, gab es nur noch theoretische Chancen über die Unterpunkte. Wieder war der Schwergewichtskampf zwischen Dimitiri Peters und Marvin Belz der Schlüsselkampf. Nach weniger als zwei Minuten gab es bereits den zweiten Shido für Peters. Er nutzte jedoch seine Routine und siegte nach reichlich drei Minuten mit Ippon und holte den achten Punkt für Esslingen. Den letzten Kampf gewann wieder Muhammad Akkash nach 17 Sekunden im Golden Score mit Waza-ari. Mit 8:6 siegte Esslingen in dieser Begegnung und zog ins Finale ein. UJKC Potsdam gewann Bronze. 

Potsdam war der größte Stimmungsmacher in der Halle. Sehr auffällig war, dass auch die Kämpfer, die letztendlich verloren haben, vom Team gefeiert wurden und ihnen eine hohe Anerkennung ihrer Leistungen auf der Matte gegeben wurde.
Im zweiten Halbfinale setzte sich Abensberg mit 9:5 gegen den Vorjahressieger Hamburg durch. Damit gewinnen Hamburg und Potsdam Mannschafts-Bronze im Bundesliga-Finale 2021.
Abensberg und Esslingen stehen im Finale. Diese Begegnung gab es bereits am ersten Kampftag in der Südgruppe. Damals gab es zwischen Esslingen und Abensberg ein Unentschieden 7:7 und auch nach Unterpunkten 67:67. 
Im Finale hatten nun beide Mannschaften den Titel zum Ziel, Abensberg wollte die Krone zurück und Esslingen als ewiger Zweiter endlich mal den Meistertitel holen. Nach vier Kämpfen der ersten Runde war auch alles ausgeglichen, es stand 2:2. Dann jedoch punkteten nur noch die Abensberger. Beka Gviniashvili, Roy Meyer und Maximilian Heyder gewannen ihre Kämpfe und es stand am Ende 5:2 sehr aussichtsreich für Abensberg.
Auch in der zweiten Runde gab es einen ähnlichen Verlauf. Allerdings durchbrach im fünften Kampf Varlam Liparteliani die Regel des 1. Durchgangs und gewann den dritten Punkt für Esslingen gegen Robert Dumke. Es sollte jedoch nicht reichen, Roy Meyer und Maximilian Heyder punkteten auch in der zweiten Runde und somit stand es am Ende 9:5 für Abensberg.

Damit wird der TSV Abensberg genau 30 Jahre nach dem ersten Meistertitel 1991 zum 22. Mal Deutscher Mannschaftsmeister. Eine Bilanz, die bisher noch keine andere Mannschaft in Deutschland vorweisen kann.
Einen großen Beitrag zur sehr guten Finalstimmung in der Halle leisteten die Potsdamer. Lautstark feuerten sie die Abensberger mit Trommeln und Schlachtrufen an und unterstützten so ihren Siegeszug.
Leipzig hat sich wiederum als hervorragender Organisator einer Deutschen Meisterschaft präsentiert. Mit einem guten Hygiene-Konzept war es möglich, dass Zuschauer in der Halle sein konnten. In den Pausen rockte eine Leipziger Band die Halle und brachte gute Stimmung.

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion