13.10.2021

BJV trauert um langjährig engagierten Judoka

Christian Zwank vom JC Bad Belzig konnte sich von den Folgen einer schweren Krankheit nicht mehr erholen und verstarb Ende September bereits im Alter von 49 Jahren.
Christian Zwank, der von seinen Freunden liebevoll Chrishan genannt wurde, lebte für den Judosport. Er begann bereits mit acht Jahren mit Judo - damals noch für die Sportvereinigung Dynamo in Schmerwitz. 
Er trainierte als kleiner Junge mit Leib und Seele den Sport seines Herzens. 
Kurz nach der Wende unterbrach er nach Auflösung des Schmerwitzer Vereins für einige Jahre seine Judo-Karriere, probierte auch andere Sportarten aus, fand jedoch nie die Erfüllung, die er im Judogi auf der Tatami stehend fühlte. 
Und so führte 1995 sein Weg zurück auf die Matte. Er wurde Mitglied im Belziger Judoclub 93 e.V. und stand mehrmals die Woche sowohl auf der heimischen als auch auf anderen Fläminger Judomatten. Er wurde schnell eines der unersetzlichen Mitglieder des Vereins. 
So war er nicht nur ein begnadeter Judoka sondern auch ein ermutigender Trainer und herzensguter Freund. Getreu dem Motto „Wenn du einen guten Lehrer willst, such dir keinen bequemen“ - einen der Leitsätze der Kodokan- Judo- Schule - hat er nie aufgehört zu trainieren. Seine Neugier rund um Judotechniken und Trainingsmethoden war endlos. Er hörte niemals auf, sich fortzubilden und war zuletzt stolzer Träger des 1. Dans und Mitglied der Judo-Landesliga-Mannschaft in Kooperation mit den Judoka aus der Judo-Sportgemeinschaft Dynamo Jüterbog.
Noch vor wenigen Monaten schien er vor Kraft und Elan strotzend und voller Zufriedenheit die Halle zu erhellen, denn wo er war, herrschte gute Laune. "Mir scheint als war es gestern, dass Chrishan uns voller Stolz sagte, dass sein Sohn Lucas die Prüfung zum zweiten Dan erfolgreich bestanden hat“, sagt Maria Jöchen, die Pressesprecherin der Bad Belziger. „Und er war immer sehr stolz auf seine Jungs oder seine Frau.“ 
Christian Zwank wird jedem von uns anders in Erinnerung bleiben. Dem einen als ehrgeizigen Trainer, dem anderen als grandiosen Tänzer und dem nächsten als humorvollster Trainingspartner. „Für mich ist er alles zusammen, aber ganz besonders, ein Vorbild“, sagt Maria Jöchen weiter. „Er hat uns die Liebe zum Judo weitergegeben, als wäre sie eine Lektion fürs Leben. Und dadurch kann ich voller Stolz sagen, dass Chrishan in jedem weiterlebt, den er jemals trainiert hat. Denn wenn man einmal das Glück hatte sein Schüler zu sein, dann wurde man geprägt. Geprägt von seiner Liebe, seinem Mut, seiner Unerschütterlichkeit, seinem Ehrgeiz und besonders von seinem Optimismus, den er bis zur letzten Minute nicht aufgegeben hat. Uns ist er mit seinem guten und bescheidenden Wesen schnell ans Herz gewachsen und so werden wir ihn in Erinnerung halten.“
Text: Maria Jöchen/Birgit Arendt

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