04.11.2018

BJV-Presse-Workshop in Potsdam

Im Beratungsraum von Motor Babelsberg trafen sich am Samstag 13 Teilnehmer aus vielen BJV-Vereinen zum ersten Presse-Workshop in unserem Land. Birgit Arendt und Anja Sasse hatten zwei aktuelle Themen im Gepäck, die einen interessanten Tag versprachen.

Auch BJV-Präsident Daniel Keller ließ es sich nicht nehmen, am Workshop teilzunehmen. „Öffentlichkeitsarbeit ist eine wichtige Aufgabe für uns, um auch weiterhin als Sportart wahrgenommen zu werden und auch in der Mitgliederwerbung weiter zu kommen“, sagte er zur Begrüßung der Teilnehmer.
Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmer dann auch die vielen Facetten, die zur Öffentlichkeitsarbeit gehören. Eine der in viele Bereiche hinein wirkende Arbeitstechnik ist dabei das Schreiben von Texten. Hinweise dazu, Regeln und Standards, dazu auch Erfahrungen aus der eigenen Arbeit umfassten die Themen des ersten Teils am Vormittag, den die BJV-Pressereferentin Birgit Arendt bestritt. „Es ist wichtig zu erkennen, dass wir immer für eine bestimmte Zielgruppe schreiben. Die Texte über ein Ereignis sind dadurch oftmals völlig unterschiedlich“, ist eine ihrer Botschaften. Für die Vereins-Internetseite sind Dinge wichtig, die für die Verbandsseite vielleicht nur eine Nebenrolle spielen und für die Zeitung dann auch noch einmal anders gewichtet werden müssen.
Am Nachmittag geht es um das Thema Datenschutz. Anja Sasse macht kurzweilig und äußerst interessant das neue Datenschutzrecht verständlich. Im Fokus stehen dabei die Öffentlichkeitsarbeit und der Umgang mit Fotos. Der landläufigen Meinung, für jede Verarbeitung personenbezogener Daten wäre eine Einwilligung nötig, hält sie den Gesetzestext entgegen, der viel mehr Berechtigungen zur Datenverarbeitung enthält. „Arbeitet mit Einwilligungen nur dann, wenn kein anderer Tatbestand die Datenverarbeitung rechtfertigt!“, empfiehlt sie den Teilnehmern. Vor allem legt sie ihnen für die Öffentlichkeitsarbeit Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f der neuen Datenschutz-Grundverordnung ans Herz. Oft dürfte ein berechtigtes Interesse an der Öffentlichkeitsarbeit vorliegen, dem keine überwiegenden Interessen der betroffenen Personen an ihrem Grundrecht auf Datenschutz entgegenstehen. „Ihr werdet immer Einzelfallentscheidungen treffen müssen“, muss sie aus juristischer Sicht den Teilnehmern die Hoffnung auf eine pauschale Lösung nehmen. Aber immerhin gibt sie ihnen anhand von Gerichtsentscheidungen wichtige Kriterien für die Interessenabwägung mit auf den Weg.


Die Teilnehmer gehen nach einem informativen und interessanten Tag mit einem großen Paket an Wissen nach Hause. Der Wunsch, solch einen Workshop regelmäßig anzubieten, wird sicher im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion