02.12.2018

BJV-Präsident berichtet über aktuelle Entwicklungen

Traditionell gab der BJV-Präsident im Rahmen der Prüferhauptversammlung bereits einen Ausblick auf die Mitgliederversammlung am 13. Januar 2019 in Kienbaum. 
Daniel Keller blickte auf ein sportlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück. In der U18 gewannen die BJV-Judoka bei den Deutschen Meisterschaften zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen. Bei den DEM der Junioren erzielten die Brandenburger mit sieben Gold- und sechs Bronzemedaillen einen historischen Erfolg. „Wir haben dann bei der EM zwei Einzelmedaillen gewonnen und maßgeblichen Anteil an Team-Bronze gehabt. Bei der WM bestand das Nationalteam zu einem großen Teil aus Judoka, die am Stützpunkt in Potsdam trainieren. Eine der beiden WM-Medaillen für den DJB gewann der Potsdamer Erik Abramov“, zeigte sich der Präsident stolz auf die Leistungen der BJV-Athleten. 

Aber auch die Mannschafterfolge beim Deutschen Jugendpokal zeigen das Potential der Brandenburger. Anerkennende Worte fand der Präsident zudem für die Leistungen der Ü30, insbesondere der Weltmeisterin Madlen Oesterreich aus Spremberg, für die Titelgewinne des Bad Belzigers Jaques Traus bei IDEM und EM der G-Judoka sowie für die Erfolge der Brandenburger Kata-Spezialisten.  

Außerdem erläuterte Daniel Keller den Umgang mit den Ergebnissen der im vergangenen Jahr vorgenommenen Evaluierung. Die Ergebnisse sind keineswegs in irgendeiner Schublade gelandet. „Wir haben den Auftrag von Euch klar verstanden. Zur Mitgliederversammlung wird der Vorstand in Form eines Ampelsystems über die Umsetzung der mit der Evaluierung verbundenen Anregungen berichten“, erklärte der Präsident. Exemplarisch zeigte er dies für den Bereich Leistungssport. Mit der Leistungssportordnung wurden am Jahresanfang klare Strukturen für die Sichtung geschaffen. Die Sichtung für das kommende Schuljahr erfolgte nach einheitlichen Sichtungskriterien und in enger Zusammenarbeit zwischen den Sichtungsverantwortlichen der Bezirke und dem Vizepräsidenten Leistungssport.

Auch die Arbeit an den Landesstützpunkten war Thema gemeinsamer Beratungen aller verantwortlichen Funktionsträger. „Ich freue mich, dass wir als Team Brandenburg in diesem Jahr enger zusammengerückt sind“, so der Präsident.

Schließlich berichtet Daniel Keller über „das Thema, das uns nun schon so lange bewegt“. Er skizzierte kurz die langwierige Diskussion um den Bundesstützpunkt in Brandenburg. Dabei machte der Präsident nochmals deutlich, dass ein Wegfall der Bundesförderung auch eine Einbuße der Landesförderung zur Folge hätte. „Hier geht es um die Perspektive für ca. 120 Judoka an den Sportschulen unseres Landes, für deren Trainer und die Trainer an den Landesstützpunkten sowie für den kompletten Judo-Nachwuchs in Brandenburg, dem schlimmstenfalls keine Sportschulen im Land mehr offen stünden“, zeigt der Präsident die Tragweite der Entscheidung auf. Nach Information des Präsidenten stellt sich die Situation derzeit so dar, dass es an einer abschließenden aktenkundigen Entscheidung über den Bundesstützpunkt in Brandenburg derzeit noch fehlt. Keller zeigt sich aber optimistisch. „Wir erfüllen alle Kriterien für einen Bundesstützpunkt, insbesondere die als erforderlich genannten Kaderzahlen übertreffen das geforderte Maß deutlich“, so der Präsident. Diese Einschätzung wird auch seitens des Bundesinnenministeriums geteilt. Zudem liegt inzwischen ein positives sportfachliches Votum des Deutschen Olympischen Sportbundes vor. Nachdem es kürzlich ein Gespräch mit allen Entscheidungsbeteiligten gegeben hat, hofft neben dem BJV-Präsidenten natürlich auch der Deutsche Judo-Bund auf eine zeitnahe positive Entscheidung über den Antrag auf Anerkennung des Bundesstützpunktes Judo in Potsdam.

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion