08.12.2019

Bericht zur Verbandsentwicklung

In Abwesenheit von Daniel Keller und Hubert Sturm berichtete Vizepräsident Jan Schröder bei der diesjährigen Prüfer-Hauptversammlung über die aktuellen Entwicklungen im Brandenburgischen Judoverband.
Jan Schröder entschuldigte zunächst die Abwesenheit des bisherigen BJV-Präsidenten Daniel Keller. Er weilte an diesem Tag in seiner Funktion als designierter DJB-Präsident bei der Mitgliederversammlung des DOSB. Für Ehrenpräsident Hubert Sturm kollidierte die Prüfer-Hauptversammlung derweil mit familiären Verpflichtungen, sodass auch er in diesem Jahr in Strausberg nicht dabei war.

Der bisherige BJV-Präsident Daniel Keller ist im November zum Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes gewählt worden. Um keinerlei Interessenskonflikte heraufzubeschwören, aber auch angesichts der Fülle der neuen Aufgaben hat Daniel Keller seine Aufgaben als Präsident des BJV umgehend niedergelegt. Als dienstältestes Vorstandsmitglied unter den Vizepräsidenten übernimmt Jan Schröder vorerst die Aufgaben des Präsidenten. „Als ich Daniel davon überzeugt habe, sich an die Spitze des BJV zu stellen, habe ich ihm jegliche Unterstützung für die Verbandsarbeit zugesagt. Da sehe ich mich also jetzt in der Pflicht“, so Jan Schröder, der bereits von 2009 bis 2013 die Geschicke des BJV geleitet hat. „Ich stelle mich im Januar auch der Wahl für das Präsidentenamt. Perspektivisch will ich aber wieder einen jungen Wilden wie Daniel für dieses Amt finden“, gibt der Vizepräsident Einblick in die Planung. 

Neben Daniel Keller zieht sich auch Margot Belger aus der Vorstandsarbeit zurück. Fast 30 Jahre hat sie als Schatzmeisterin die finanziellen Belange des Verbandes gewahrt. Im Rahmen der Vorstandssitzung am Vorabend der Prüfer-Hauptversammlung erklärte die Trägerin des 6. Dan ihren Rückzug. „Margot hat für die vielen Jahre als Schatzmeisterin allerhöchsten Respekt und Dank verdient“, fand Jan Schröder lobende Worte für die scheidende Kassenwartin des BJV.

Aus sportlicher Sicht appellierte Schröder trotz der Anerkennung des Bundesstützpunktes Potsdam bis 2024 an alle Verbandsmitglieder und rief zu Geschlossenheit auf: „Wir haben die Chance, bis 2024 mit Leistungen zu überzeugen. Lasst uns alle gemeinsam darin investieren, dass wir dieses Ziel erreichen!“ Auch für die Übernahme der Ausrichtung eines Europa-Cups und bei der Ausrichtung der Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des BJV am 5.12. 2020 in Kienbaum erhofft sich der Interimspräsident die Unterstützung aller Brandenburger Vereine. 

Zudem verwies Schröder auf den im Rahmen der Evaluierung geäußerten Wunsch der Vereine, die Vergabe von Meisterschaften und Sichtungsturnieren transparent zu machen. Diesbezüglich könnte die Bereitschaft der Vereine, sich als Ausrichter zu beteiligen, gern größer sein. Für den Fall, dass dieses Modell sich nicht bewährt, bliebe dem Vorstand keine andere Wahl als Festlegungen zu treffen. 

Schließlich kündigte Jan Schröder auch an, dass der BJV sich verstärkt dem Thema des Kinderschutzes stellen werde. Nicht zuletzt die jüngsten Berichte in den Medien über Missbrauchsfälle im Sport, auch im Judosport haben gezeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Achtung

Positionspapier des DOSB zur Inklusion