Es war eine schöne Atmosphäre dort. Alle wurden herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen. Vielen Dank dafür nach Berlin an Edelgard Rogausch!
Doch was sich dann ereignete, trieb den beiden Trainern regelrecht die Tränen in die Augen. Sie waren außer sich und fassungslos. Nein, nicht, dass ihre Judoka so schlecht gekämpft hätten, alle belegten letztlich erste bis dritte Plätze und fuhren mit einem Pokal nach Hause! Die Kinder hatten eine riesige Überraschung für ihre beiden Trainer. Eine Überraschung, die so richtig zur Weihnachtszeit passt und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen ist.
Gewundert hatte sich Dana Hefenbrock schon über die Überraschung, als plötzlich ihr Mann und die beiden Söhne auftauchten. Damit aber alle Kinder die Überraschung vorbereiten konnten, mussten die beiden Trainer erst einmal herausgelockt werden und unverfänglich wieder zurück in die Halle beordert werden.
Immer noch nichts ahnend, begannen die Sportler mit ihrem Auftritt. Begleitet von einigen Sprüchen übergaben die jeweils eigenen Kinder an die Eltern einen neuen schwarzen Gürtel mit zwei Balken mit der Aufforderung, den 2. Dan zu machen. Nach etwas Verwirrung erhielten sie dann auch die Urkunden überreicht. Diese Ehrung wurde ihnen in Anerkennung ihrer hervorragenden und langjährigen Verdienste für den Judosport verliehen.
Da gab es kein Halten mehr, die Tränen kullerten und Fassungslosigkeit machte sich breit. Diese Überraschung war richtig gelungen. Die Kinder waren alle sehr stolz auf ihre Trainer.
Als der Zug am Abend gegen 19.00 Uhr wieder in Wittstock einfuhr, verriet das Lächeln in den Gesichtern der Kinder und Erwachsenen, dass dieser Tag ein ganz besonderer war, voller Spannung und Überraschungen - eben eine schöne vorweihnachtliche Bescherung.
"Hinter
jeder Bescherung steckt aber viel Fleiß, Organisationstalent und
Durchhaltevermögen. Von allein werden solche großartigen Dinge
nicht wahr", sagt Frank Plückhahn noch immer fassungslos.
Der Dank
geht aber auch an den Brandenburgischen Judo-Verband,
insbesondere an den Ehrenpräsidenten Hubert Sturm. "Mit seiner
Hilfe hat das alles sehr gut geklappt und ich bin ihm dafür sehr
dankbar", gibt Kerstin Reinke das Dankeschön gleich noch ein
Stück weiter. Text und Informationen: Frank Plückhahn, Jacqueline Wallmeyer und Kerstin Reinke Foto: Jacqueline Wallmeyer |