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Fünf neue Prüfer für den Brandenburger Judo-Verband Prüferausbildung in Jänschwalde erfolgreich durchgeführt
Am Wochenende vom 05. und 06. November 2011 fand im BJV die Prüferausbildung statt. Da es Terminüberschneidungen in Strausberg gab, war der Lehrgangsort unüblicherweise in Jänschwalde. Das Dojo der Jänschwalder bot für die Teilnehmer ein ansprechendes Ambiente und optimale Bedingungen für die praktischen Teile des Lehrgangs. Der Theorieunterricht fand im Obergeschoss des "Hauses der Generationen", in den Räumen der Volkssolidarität statt. Auch hier bestanden dafür gute Bedingungen.
Daniel Klenner als Vereinsvorsitzender und Martin Reißmann als Lehrgangsleiter begrüßten die Teilnehmer und stellten das Referententeam vor. Neben den Beiden fungierte vor allem im Bereich der Praxis Mathias Zapf (2.Dan) und das auch besonders bei der Vorbereitung und Abnahme der Prüfungen.
Nach einem ausgiebigen Theorieteil am Samstagvormittag ging es nach der Mittagspause auf die Matte. Durchgegangen wurde vieles aus dem Kyu- und Kata-Bereich was aus inhaltlicher und methodischer Sicht für einen künftigen Prüfer wichtig ist. Hierbei demonstrierte
Mathias mit Lukas Stenzel, einem seiner Schützlinge aus Jänschwalde
u.a. die Kata und weitere Techniken im Stand und Boden.
In den Abendstunden wurde dann die Praxisprüfung durchgeführt. Jeder musste nach dem Zufallsprinzip eine Aufgabe ziehen und diese dann nach einer kurzen Vorbereitung praktisch vor den strengen Augen von Martin und Daniel umsetzen. Dabei hatte ein anderer Teilnehmer die Umsetzung diese Prüfungsaufgabe als Prüfer zu bewerten und vor der Prüfungskommission seine Bewertung zu begründen. Besonders ansprechende Praxisprüfungen, sowohl in der Demonstration als auch als Bewerter, zeigten Marian Lorenz und Philipp Schneider. So wurde dieser Teilbereich bei ihnen auch im Bereich „Sehr gut“ eingeordnet. Große Achtung zollte die Kommission Sportfreund Sigmar Klamann aus Templin. Er war mit Abstand der älteste Kursteilnehmer und hatte mit der Demonstration der Standtechniken des 1. Kyu eine sehr anspruchsvolle Aufgabe gezogen. Aber er zeigte die Techniken in einer Form wie man sie sich von manch jüngerem Sportler wünschen würde. Entsprechend positiv war auch hier die Bewertung. An dieser Stelle auch Anerkennung an Mathias Zapf, der sich hier als Uke zur Verfügung gestellt hatte.
Im Anschluss nutzten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, sich auf die Theorieprüfung am Sonntag vorzubereiten. Dennoch verbrachten alle auch einen gemütlichen Abend in ihrer Unterkunft.
Nach einer Vorbereitung am Sonntagmorgen stand dann die 90-minütige Prüfung der theoretischen Kenntnisse auf dem Programm. Inhalte der Dan-PO, Diskussion zu einer Dan-Prüfung zum 2. Dan anhand eines Videos und die Auswertung des Theorieteils folgten dann anschließend.
Wie immer gab es Dinge die gut umgesetzt wurden, aber der eine oder andere sah auch seine Reserven in den einzelnen Themenbereichen. Leider muss man sagen, dass die Theorie für einzelne Teilnehmer wohl schwerer zu bewältigen war als angenommen.
Mit einer durchgängig guten Leistung in Theorie und Praxis fiel Sportfreund Steffen Hanke vom USV Potsdam auf. Er war in seinen Leistungen sehr konstant und hatte sich wohl auch auf den vermeintlich schwierigsten Teil, die Theorie, gut vorbereitet.
Leider gab es auch einen Sportler, der im Ergebnis der Auswertung seiner Praxisprüfung für sich selbst einschätzte, dass es für ihn mit dem Erwerb der Lizenz noch zu früh ist. Er verließ auf eigenen Wunsch den Lehrgang am Samstagabend. Dies ist sehr bedauerlich aber zu respektieren. Wir wünschen für den nächsten Anlauf eine gute Vorbereitung und viel Erfolg. Dieser Umstand zeigt aber auch das hohe Anforderungsniveau an jeden einzelnen Teilnehmer.
Schlussendlich konnte das Referententeam aber jedem der fünf anderen Teilnehmer zur bestandenen Prüfung gratulieren. Jeder erhielt die Lizenz und den dazugehörenden Prüferstempel und wurde vom Lehrgangsteam ins verdiente Restwochenende verabschiedet.
Auch die Teilnehmer bedankten sich bei den Ausbildern für die angenehme Lernatmosphäre und die gute Organisation des Lehrgangs.
Neue Prüfer im Brandenburgischen Judoverband sind:
Hanke, Steffen USV Potsdam Klamann, Sigmar PSV Templin Lorenz, Marian JV Königs Wusterhausen - Zernsdorf Schneider, Philipp Prenzlauer JV Höhne, Stefan Treuenbrietzener JV
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern und einen gewissenhaften und auch selbstkritischen Umgang mit der neuen Lizenz.
Daniel Klenner
Foto: M. Reißmann |