Teil 1 der Trainer-A-Ausbildung in KölnVom 25.- 30.09.2011 fand der erste Teil der diesjährigen Trainer-A-Ausbildung wie gewohnt unter der Leitung von DJB-Chefausbilder Ralf Lippmann in Köln statt. In der Vorstellungsrunde stellte sich heraus, dass vom ehemaligen Lufthansapiloten bis zum aktiven Bundesligakämpfer alles dabei ist. Einige haben im letzten Jahr die B-Ausbildung gemacht und wollten in diesem Jahr gleich nachlegen. Aus Brandenburg sind diesmal sogar fünf Teilnehmer dabei: Daniel Klenner, Michael Rex, Jewgeni Buchbinder, Anja Stuwe und Kerstin Schmidtsdorf.
Entsprechend der Lizenzstufe war auch der Lehrgangsplan voll gepackt. So ging es am Sonntag auch gleich noch auf die Judomatte. Eine ganz angenehme Sache, da fast alle doch eine sehr lange Anreise im Auto hatten. An den folgenden Tagen fanden dann die entsprechenden Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis statt. In den Bereichen Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer konnte sich dann alle auch am eigenen Beispiel testen. Ein weiteres Kernthema war die Erarbeitung eines Trainingsplans für einen vorher definierten Sportler. Und für die, die sich mit dem Gedanken tragen in der Trainerausbildung noch weiter zu gehen, wurde in einer Einheit auch die Trainerakademie vorgestellt.
An den Tagen mit besonders viel Theorie auf dem Plan brachte am Ende des Tages das Stützpunktrandori noch mal ordentlich Bewegung. Positiv war, dass auch jeder entsprechend seiner Möglichkeit auf der Matte war bzw. zumindest den Judogi getragen hat. Nebenbei konnte man durchaus auch einige Kaderathleten, wie z.B. Andreas Tölzer oder Claudia Ahrens, beim Randori sehen und den „Tölzumdreher“ am eigenen Leib erfahren. Natürlich stand auch der Gedankenaustausch untereinander im Vordergrund. Wer arbeitet wie in seinem Verein? – oder: Wie haben es die Leistungssportler gemacht? Dabei sind schon interessante Erfahrungen zu Tage getreten. Obwohl der Lehrgang wenig Spielraum ließ, wurde dennoch der eine oder andere Abend unter den Teilnehmern gemeinsam gestaltet. Nach einer letzten Praxiseinheit im Ausdauerbereich, dem Feldstufentest, gab es noch ein paar abschließende Worte vom Lehrgangsleiter Ralf Lippmann. Er bedankte sich mit lobenden Worten für die Aufmerksamkeit. Er selbst fand den Lehrgang sehr angenehm, hätte sich aber gerade von den jungen Absolventen des Sportstudiums mehr kritisches Hinterfragen gewünscht um damit auch einiges aus anderer Sicht zu bearbeiten. Trotz des großen Engagements und der Disziplin, die der Lehrgang 2011 mitbrachte, mahnte „Lippi“ dennoch kritisch an, dass bei aller Geselligkeit niemand die Vorbereitung auf den Unterricht am nächsten Tag vergessen darf. Natürlich konnten die Teilnehmer auch selbst Anregungen geben und Kritik äußern. Dies wurde von Ralf Lipmann dankbar aufgenommen. Im März 2012 geht es dann zum 2. Teil der Ausbildung wieder nach Köln. Text und Bilder: Daniel Klenner |